Die Stelle innerhalb des Wurzelbereichs eines Baumes führt oftmals ein regelrechtes Schattendasein, da hier nichts so richtig gedeihen will – selbst der Rasen wächst hier meist nur ganz spärlich. Mit etwas Engagement lässt sich solch ein tristes Fleckchen jedoch in eine gründende und blühende Szenerie verwandeln.

Bei tief wurzelnden Bäumen, wie zum Beispiel Kiefer, Eiche, Lärche, Apfelbaum oder Vogelbeere geht das im Allgemeinen recht einfach, denn bei ihnen sind die obersten Bodenschichten kaum von Wurzeln durchzogen. Wasser und Nährstoffe holen die Bäume aus tiefer liegenden Schichten, weshalb sie für die Pflanzen in unmittelbarer Nähe quasi keine Konkurrenz darstellen.

Schwieriger wird es allerdings unter flach wurzelnden Bäumen, zu denen beispielsweise Birke, Fichte, Weide sowie Feld- und Spitzahorn zählen. Unter diesen Bäumen herrscht natürlich enormer Wurzeldruck und Kampf um die Nährstoffe. Jedoch lassen sich auch Stellen unter diesen Bäumen mit etwas Mühe trotzdem unterpflanzen.

Wichtige Tipps beim Pflanzen in der Nähe eines Baumes

Um den Boden gut auf die Bepflanzung vorzubereiten, sollte er gut aufgelockert und von Unkraut befreit werden. Sofern der Boden recht stark durchwurzelt ist, macht Umgraben allerdings kaum Sinn, da hierbei die Baumwurzeln nur verletzt werden würden.

Ein Baum oder alter Baumstumpf kann durch Pflanzen ideal in das Gesamtbild eingeschlossen werden

Stattdessen sollten mit dem Spaten, einer Kralle oder einem Dreizink vorsichtig größere Lücken zwischen den Wurzeln gesucht werden. Hier können nun etwa fünf Zentimeter Komposterde oder Laubhumus gestreut werden, um eine feinkrümelige, gute Basis zu schaffen. Keinesfalls darf die Erde über den Baumwurzeln jedoch höher aufgeschüttet werden, denn dies nehmen zahlreiche Bäume schnell übel.

Anschließend werden Löcher ausgehoben und die Pflanzen eingesetzt, nachdem sich deren Wurzeln in einem Wasserbad gut vollsaugen konnten. Nach dem Einsetzen werden die Löcher nun mit Erde aufgefüllt, festgetreten und bewässert. Um Unkraut zu unterdrücken und die Feuchtigkeit länger im Boden halten zu können, haben sich Holzhäcksel zum Überdecken des Standorts sehr bewährt.

Wann beginnt man mit dem Bepflanzen in Baumnähe?

Prinzipiell können Bäume das ganze Jahr über – außer bei Frost – unterpflanzt werden, wobei sich die idealsten Bedingungen im Spätsommer finden. Denn hier ist das Wachstum der Bäume größtenteils beendet und sie schnappen daher den neuen Pflanzen weniger Nährstoffe und Wasser weg. So können diese ungehindert Wurzeln bilden und sind im nächsten Frühling bestens für den Kampf mit den Bäumen um Wasser und Nährstoffe gewappnet.

In der Anfangszeit sollte dennoch die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig kontrolliert werden. Denn zum einen entziehen die Bäume selbst im Herbst dem Boden noch viel Wasser, zum anderen schirmen die Baumkronen viel Niederschlag ab. Besonders im Frühling während des Austriebs, sowie in der hauptsächlichen Wachstumsphase der Bäume müssen die neuen Pflanzen öfter bewässert werden.

Sobald die Pflanzen sich etabliert haben, ist nur noch geringe Pflege notwendig. Im Herbst kann das Laub einfach liegen bleiben, da dieses nach seiner Zersetzung einen natürlichen Nährstoffschub sichert.

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Pflanzen in der Nähe eines Baumes – Was muss beachtet werden

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